EU-ABSTIMMUNG: DÄNEMARK SIEHT
TEILNAHME AM EURO ENTGEGEN
Am 28. September 2000 wird die dänische Bevölkerung über eine Teilnahme Dänemarks an
der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion abstimmen. Im Rahmen der Edinburgher
Verträge - eine Folge des Neins zu den Maastrichter Verträgen bei der Volksabstimmung
von 1992 - hatte sich Dänemark eine Option auf Nicht-Teilnahme am Euro ausbedungen.
Auf einer Pressekonferenz am 9. März unterstrich Staatsminister Poul Nyrup Rasmussen die
Bereitschaft der dänischen Regierung, an der gemeinsamen europäischen Währung
teilnzunehmen. Auf einem außerordentlichen Kongreß der Sozialdemokraten am 30. April
wurde die Pro-EU-Haltung der Regierung begrüßt.
In der Öffentlichkeit ist der Rückhalt des Euro hingegen nicht ungeteilt. Aktuelle
Meinungsumfragen gehen von einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Euro- Befürwortern und
-Kritikern aus.
Im Falle eines positiven Votums wird es nach Schätzung des Wirtschaftsministeriums rund
drei bis vier Jahre dauern, bis Dänemark die nötigen Strukturveränderungen vorgenommen
haben wird, um am Euro teilzunehmen.