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BERLIN-KOPENHAGEN: VERKEHRSMINISTER SETZT SICH FÜR ZUGVERBINDUNG EIN
Der dänische Verkehrsminister Jacob Buksti (Sozialdemokraten) hat die Diskussion über
eine Wiederaufnahme der direkten Zugverbindung zwischen Kopenhagen und Berlin entfacht.
Die einstmals beliebte Königsroute" wurde 1995 stillgelegt - seitdem müssen
Reisende zwischen den beiden Hauptstädten über Hamburg fahren.
Die Stillegung wurde ihrerzeit damit begründet, daß die Verbindung zwischen
Rostock und Berlin nicht ausreichend gut und rentabel war. Mittlerweile ist aber eine
Menge auf deutscher Seite geschehen, so daß das Thema wieder interessant wird",
äußerte sich Buksti gegenåuber der Tageszeitung Politiken. Bei der Aussage bezieht sich
der Minister auf die Tatsache, daß das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern Gelder für
einen Ausbau der maroden Strecke zwischen Rostock und Berlin versprochen hat.
Die dänische Links-Partei Enhedslisten setzt sich für eine Wiederaufnahme zum kommenden
Jahr ein. Buksti betont hingegen, daß die Planungen längerfristig angelegt sein müssen.
Zunächst sei der Streckenausbau abzuwarten. Aber es gilt auch, den Bedenken der
Dänischen Staatsbahnen Aufmerksamkeit zu schenken: Diese äußert Zweifel daran, daß die
Verbindung rentabel werden könne. Bjørn Wahlsten, Direktor des DSB-Passagierbereichs,
äußerte gegenüber Politiken, daß es nicht möglich sei, Geschäftskunden zu gewinnen,
wenn es nicht gelänge, die Reisezeit unter fünf Stunden zu drücken. Im
Privatkundenbereich sieht man sich zudem der Konkurrenz der wesentlich billigeren
Linienbus-Anbieter gegenüber.
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