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FÄRÖER: KEINE EINIGUNG ÜBER SELBSTÄNDIGKEIT

Eine angeheizte politische Debatte über einen Regierungsplan zur Selbständigkeit war im Frühjahr das dominierende Thema in der färöischen Öffentlichkeit. Eine Meinungsumfrage zeigte, daß der Plan keine allgemeine Unterstützung hatte, und eine Volksabstimmung über Unabhängigkeit, die für den 26. Mai geplant war, wurde zurückgezogen.

Die Meinungsverschiedenheit führte zur Auflösung der Selbstverwaltungskoalition, aber eine Splitterung wurde in letzter Minute vermieden, weil die Koalition beschloß, den Selbständigkeitsprozeß weiter voranzutreiben.
Die drei Koalitionsparteien, darunter die Unabhängigkeitspartei und die Republikaner, haben sich auf einen Weg zur Unabhängigkeit geeinigt, der im großen Ganzen dem Plan entspricht, der am 26. Mai den Wählerinnen und Wählern vorgelegt worden wäre.
Die derzeit von Dänemark wahrgenommenen Verwaltungssektoren sollen bis zur Erlangung der vollen Selbständigkeit im Jahr 2008 Schritt für Schritt auf die Färöer übergehen. Zur selben Zeit laufen die dänischen Unterstützungen aus, mit einer anfänglichen Herabsetzung um 300-400 Mio. DKK (ca. 80-105 Mio. DM) pro Jahr.

Dänemark hat erklärt, es würde einer Unabhängigkeit der Färöer nicht im Wege stehen, hat aber daran festgehalten, daß es Hilfsgelder an die Inseln nur noch vier Jahre zahlen wird und nicht zwölf Jahre lang, wie von den Färöern angepeilt.


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