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IT-TRENDS
Vom 31. Oktober bis 3. November
hat in Kopenhagen die NIT 2001, die größte nordeuropäische
Veranstaltung für interaktive Digitaltechnologie stattgefunden. Die
450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen vornehmlich aus den
nordeuropäischen Ländern, aber auch aus dem übrigen Europa und
den USA.
Das Konferenzprogramm konnte unter anderem mit folgenden Highlights
aufwarten:
Durchbruch in der
3D-Animation
Jurassic Park war
phantastisch. Doch noch immer kostet es den 3D-Animateuren viel
Mühe, ihre Objekte wirklich echt aussehen zu lassen. Deshalb sieht
man in Filmen nur selten 3D-animierte Milchgläser, Marmorstatuen,
Rauchwolken - oder Menschen. Die Sache mit den Menschen ist die,
dass unsere Haut etwas Licht durchlässt. Mit der bislang
verfügbaren 3D-Technologie würde das Publikum binnen weniger
Sekunden die computeranimierten Menschen erkennen.
Jetzt ermöglicht eine neue Technik zur Simulation von
Lichtdiffusion, dieses Hindernis zu überwinden. Der dänische
Wissenschaftler Henrik Wann Jensen hat eine neue und weitaus
realistischer Weise entdeckt und entwickelt, um lebensechte
Animationen mit weitaus geringerer Rechnerleistung zu erzeugen.
Während die traditionelle 3D-Animation leistungsstarke und extrem
teure Rechner benötigte, kann Jensens Lösung auf einem
gewöhnlichen PC erzeugt werden. Kein Wunder, dass Hollywood bereits
interessiert ist.
Neue Geschichten erzählen
Die interaktiven
Multi-User-Lösungen sind momentan auf dem Stand, auf dem sich der
Kinofilm im Jahr 1905 befand: Die Hauptthemen sind nackte Frauen,
einander erschießende Menschen und Lokomotiven, die in Wände
rasen. Die große Frage lautet: Wir können Geschichten mit
mehreren, interaktiv bestimmten Ausgängen so erzählt werden, dass
sie wirklich interessant und komplex sind? Mehrere Lösungsansätze
wurden auf der NIC2001 präsentiert.
Geräte müssen auf Common
Sense bauen
Wann haben Sie sich zuletzt
darüber gewundert, dass Ihr Videorecorder, Ihre Fernbedienung oder
irgendein anderes Gerät zuhause so kompliziert sein muss, dass Sie
selbst die einfachsten Befehle nicht geben können? Für die meisten
ist diese Erfahrung leider eine tagtägliche.
John Thackara formulierte es in seinem Vortrag auf dem NIC2001 so:
„Wir wissen, wie wir erstaunliche Dinge herstellen können. Aber
wir können die wichtigste Frage nicht beantworten: Wozu dient
dieses Zeug wirklich?“
Auf der NIC2001 widmeten sich
zahlreiche Experten der Frage, wie IT-Design die Bedienbarkeit von
Geräten unterstützen kann. Eine der Antworten wird vom Unternehmen
Bysted HQ auf Seite 10 dieser Ausgabe von Kennzeichen DK gegeben.
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